top of page

Debriefing

Debriefing – Wo das eigentliche Lernen beginnt

Das Herzstück jedes Simulationstrainings ist das Debriefing. Hier nehmen wir uns bewusst Zeit, um gemeinsam über das Erlebte zu sprechen, Erkenntnisse zu gewinnen und Lernziele zu vertiefen.
Es geht nicht darum, richtig oder falsch zu bewerten – sondern darum, Verständnis zu fördern, Perspektiven zu wechseln und individuelle sowie teambezogene Entwicklung zu ermöglichen.

Im geschützten Rahmen reflektieren wir, was gut gelaufen ist, wo Herausforderungen lagen und wie wir in Zukunft noch sicherer und effektiver handeln können. Dabei steht gegenseitiger Respekt im Mittelpunkt – jede Meinung zählt, jeder Beitrag ist wertvoll.

Das Debriefing ist der Ort, an dem aus Erfahrung Kompetenz wird. 

Im Simulationszentrum Pasisi arbeiten wir mit der bewährten PEARLS-Methode – einem strukturierten Ansatz für Debriefings, der sowohl Reflexion als auch gezieltes Lernen ermöglicht. PEARLS steht für:

  • Promoting Excellence And Reflective Learning in Simulation

Der Ablauf gliedert sich in mehrere klar definierte Phasen:

20241209_163535.jpg

Einzelne Briefingkomponenten

1. Reintegration

  • Reaktionen zulassen

  • Konntet ihr euch auf die Simulation einlassen? Gab es Probleme mit Übungskünstlichkeit oder Simulationsartefakten?

  • War das Szenario für euch relevant?

  • Erst wenn alle "emotional debriefbar" schreiten wir zum nächsten Punkt

2. Szenariobeschreibung

  • Was war das medizinische Hauptproblem

  • Ziel ist es, ein gemeinsames Verständnis des Ablaufs zu entwickeln. Wer hat was wann wahrgenommen? Welche Massnahmen wurden gesetzt – und warum? Diese Phase dient dazu, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen, Missverständnisse zu klären und eine solide Grundlage für die anschliessende Analyse zu schaffen. Dabei stehen Beobachtung und Beschreibung im Vordergrund – nicht Bewertung.

  • Unterschiedliche Wahrnehmungen - es zählt die Version der Teilnehmer.

3. Analyse

  • Verstehen was hinter dem Handeln steckt.

  • (Video-)Analyse von ausgewählten Schlüsselmomenten.

  • Warum wurden bestimmte Entscheidungen getroffen?

  • Wie funktionierte die Kommunikation im Team?

  • Gab es Anzeichen für kognitive Belastung, Rollenunklarheit oder andere Einflussfaktoren?

  • Ziel ist es, nicht nur das „Was“, sondern das „Warum“ zu verstehen – um daraus nachhaltig zu lernen. Dabei helfen gezielte Fragen der Instruktor:innen, aber auch das Einbringen eigener Gedanken der Teilnehmenden.

  • Safety II: Die meisten Handlungen sind gut oder sehr gut -> Warum? Was sind die entscheidenden Faktoren dazu?

  • Erkennen der Take-Home-Messages (Debriefing-Nuggets)

4. Ungeklärte Fragen

  • Jede Teilnehmerin hat nochmals die Möglichkeit ungeklärte Fragen zu stellen.

5. Take Home

  • Aufzählen der Debriefing Nuggets

  • Was nehmt ihr mit?

  • Brücke zum Alltag schlagen

Und zum Schluss...

Zum Abschluss fassen wir die zentralen Erkenntnisse des Debriefings nochmals gemeinsam zusammen. Dabei geht es auch um den Transfer: Wie lassen sich die gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse in den beruflichen Alltag integrieren? Welche Strategien, Techniken oder Kommunikationsmuster nehmen wir konkret mit? Diese Phase hilft, das Gelernte zu verankern – und motiviert, neue Verhaltensweisen im realen Setting auszuprobieren.

Slide-Titel

Dies ist ein Textabschnitt. Klicke auf „Text bearbeiten” oder doppelklicke, um Inhalte zu bearbeiten.

©2022 Eduane. Erstellt mit Wix.com

bottom of page