Briefing
Ein guter Start - Das Briefing im Simulationstraining
Bevor wir mit dem eigentlichen Simulationstraining beginnen, steht das Briefing im Zentrum. Es schafft den Rahmen für ein sicheres, effektives und lernförderliches Training. Dabei geht es nicht nur um technische Informationen oder Rollenverteilung – das Briefing legt vor allem die Grundlage für psychologische Sicherheit: Alle Teilnehmenden sollen sich ernst genommen, respektiert und frei fühlen, Fehler zu machen, Fragen zu stellen und sich aktiv einzubringen.
Ein wertschätzendes Briefing hilft, die Aufregung zu nehmen, fördert das Vertrauen in das Team und erhöht die Bereitschaft, sich auf das Szenario einzulassen. Denn nur wer sich sicher fühlt, kann sein volles Potenzial entfalten – und wirklich dazulernen.
Welche Aspekte uns beim Briefing wichtig sind, erfährst du im Folgenden:

Einzelne Briefingkomponenten
Ziel
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Fokus auf Teamarbeit, Kommunikation und klinisches Denken – nicht auf das „richtige“ Handeln im Sinne einer Prüfung.
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Fehler sind willkommen – sie sind der Schlüssel zum Lernen.
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Es geht nicht um Bewertung, sondern um Entwicklung und Reflexion.
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Jeder lernt auf seinem Niveau, kein Leistungsvergleich
Psychologische Sicherheit
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Vertraulichkeit: Alles, was in diesem Raum passiert, bleibt hier. Wir sprechen draußen nicht über individuelle Leistungen.
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Fehlerfreundlichkeit: Fehler sind Lernchancen. Jeder darf (und soll) Fehler machen. Wir gehen davon aus, dass jeder (wir inklusive) unser Bestes geben.
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Respekt: Jeder Beitrag ist wertvoll. Wir sprechen respektvoll und konstruktiv miteinander.
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Freiwilligkeit: Wer sich in einer Situation unwohl fühlt, darf jederzeit aussteigen.
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Keine Blamage: Niemand wird bloßgestellt oder ausgelacht – weder in der Simulation noch im Debriefing. Szenario ist nicht darauf ausgedacht um Schwächen aufzuzeigen.
Atmosphäre
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Übungskünstlichkeit - Warum es manchmal nicht echt wirkt (und das völlig in Ordnung ist)
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Leistung während Simulation entspricht nicht Leistung am realen Patienten.
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Simulationstrainings können nie alle Aspekte der realen klinischen Umgebung vollständig abbilden – sei es durch fehlende Geräusche, eingeschränkte Technik oder das Wissen, dass es „nur“ ein Training ist. Diese sogenannte Übungskünstlichkeit ist normal und sogar erwartbar.
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Wichtig ist: Wir sprechen das offen an und ermutigen alle Teilnehmenden, sich dennoch auf das Szenario einzulassen. Denn auch wenn nicht alles echt wirkt, sind die Lernsituationen real. Wer bereit ist, sich darauf einzulassen, profitiert maximal – unabhängig davon, wie realistisch es sich anfühlt.
Und zum Schluss...
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Es ist völlig normal, vor der ersten Simulation nervös zu sein
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Das Ziel ist nicht Perfektion, sondern Entwicklung
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Traut euch was zu - Meldet euch als Teamleader für den Simulationsfall
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Fragen jederzeit – wir sind hier, um gemeinsam zu lernen