
2026-04-28
AusbildnerIn
Beutel
Thema
Extubation auf der IPS
Inhalt der Fortbildung
Extubation auf der Intensivstation – zur richtigen Zeit, mit dem richtigen Plan
Die Entwöhnung vom Beatmungsgerät und die Extubation gehören zu den anspruchsvollsten Entscheidungen im intensivmedizinischen Alltag. Zu früh extubiert riskieren wir eine Reintubation mit allen ihren Komplikationen – zu spät extubiert verlängern wir unnötig die Beatmungsdauer und erhöhen das Risiko für Infektionen, Critical-Illness-Polyneuromyopathie und Tracheotomie. Der optimale Zeitpunkt liegt oft in einem schmalen Fenster, das konsequentes tägliches Assessment voraussetzt.
Dabei ist Extubation weit mehr als das Entfernen des Tubus. Sie ist das Ergebnis eines strukturierten Prozesses: von der täglichen Überprüfung der Entwöhnungsbereitschaft über den Spontanatmungsversuch (SBT) bis hin zur gezielten Nachbetreuung in den ersten Stunden danach. Für Risikopatienten – etwa mit COPD, Herzinsuffizienz oder höherem Alter – ist die prophylaktische Anwendung von NIV oder High-Flow-Sauerstoff nach Extubation kein Luxus, sondern evidenzbasierter Standard.
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