
2026-03-03
AusbildnerIn
Osthoff
Thema
Delir auf der IPS
Inhalt der Fortbildung
Das Delir ist kein „Nebengeräusch“ der Intensivmedizin – es ist eines ihrer zentralen Syndrome. Es betrifft je nach Patientengruppe bis zu 80 % der beatmeten Intensivpatienten und ist mit erhöhter Mortalität, längerer Beatmungsdauer, prolongiertem Aufenthalt und langfristigen kognitiven Defiziten assoziiert.
Und trotzdem wird es häufig übersehen.
Das Delir ist kein psychiatrisches Randphänomen, sondern Ausdruck einer akuten zerebralen Dysfunktion. Es ist ein Frühwarnzeichen für systemische Entgleisungen – Infektion, Hypoxie, Medikamentennebenwirkungen, metabolische Störungen oder iatrogene Faktoren wie Sedierung, Schlafentzug und Immobilisation.
Folgende Lernziele möchte ich euch mitgeben:
die Definition und die pathophysiologischen Grundlagen des Delirs erklären
Delir-Scores ansatzweise kennen
zwischen hyperaktivem, hypoaktivem und gemischtem Delir unterscheiden
die wichtigsten Risikofaktoren auf der Intensivstation benennen
die klinischen Konsequenzen eines Delirs (Mortalität, Langzeitkognition, ICU-Acquired Weakness etc.) beschreiben
Präventions- und Therapiemassnahmen (medikamentös und nicht-medikamentös) kennen
Unten verlinkt ist ein entsprechendes Übersichtspaper